Cited by 20Family Dynamics and RelationshipsIntergenerational Family Dynamics and CaregivingAttachment and Relationship Dynamics

Beziehungs- und Familienpanel (pairfam)

Open access
Brüderl, Josef, Drobnič, Sonja, Hank, Karsten, Nauck, Bernhard, Neyer, Franz. J., Walper, Sabine, Alt, Philipp, Bozoyan, Christiane +18 more·2019·GESIS Data Archive

Abstract

Das Beziehungs- und Familienpanel pairfam ist eine von der DFG finanzierte multidisziplinäre Längsschnittstudie zur Erforschung der partnerschaftlichen und familialen Lebensformen in Deutschland. Die jährlich erhobenen Befragungsdaten von über 12.000 bundesweit zufällig ausgewählten Personen der Geburtsjahrgänge 1971-73, 1981-83 und 1991-93 sowie von deren Partnern, Eltern und Kindern bieten ein weltweit einmaliges Analysepotenzial bezüglich der Entwicklung von Partnerschafts- und Generationenbeziehungen in unterschiedlichen Lebensphasen. Eine umfassende Darstellung der methodischen und konzeptionellen Grundlagen des Beziehungs- und Familienpanels bietet das pairfam-Referenzpapier von Huinink et al. (2011). Ebenfalls im Scientific-Use-File enthalten sind die Daten der drei Wellen der Zusatzstudie DemoDiff und die Daten der Stepup-Befragten. DemoDiff ist eine vom Max-Planck-Institut für demographische Forschung in Rostock finanzierte parallele Befragung ostdeutscher Ankerpersonen der Kohorten 1971-73 und 1981-83 sowie deren jeweiliger Partner. Die erste DemoDiff-Erhebungswelle fand zeitverzögert ein Jahr nach dem Start von pairfam statt, die letzte DemoDiff-Welle zeitgleich mit der vierten Welle von pairfam. Mit Welle 5 wurden die Befragten von DemoDiff in die Stichprobe von pairfam übernommen. Stepup-Befragte sind ehemalige Teilnehmer an der Kinderbefragung, die über 15 Jahre alt sind und im Rahmen der Ankerpersonenbefragung weiterhin an pairfam teilnehmen. Die Stepups werden seit der vierten Welle befragt und sind in separaten Datensätzen abgelegt. Das Beziehungs- und Familienpanel ist eine Mehrthemenstudie mit Fokus auf partnerschafts- und familienrelevante Merkmale. 1.) Entwicklung und Gestaltung von Partnerschaften 2.) Familiengründung und -erweiterung 3.) Intergenerationale Beziehungen 4.) Erziehung und kindliche Entwicklung Zudem werden mit dem Frageprogramm zahlreiche Aspekte aus anderen Lebensbereichen und umfangreiche soziodemographische Informationen erfasst. Die meisten Instrumente kommen alljährlich (Kernmodule) oder rotierend alle zwei bis drei Befragungswellen (Vertiefungsmodule) zum Einsatz. Die Hauptbefragung wird mit den Ankerpersonen durchgeführt, unter anderem mit monatsgenauen Angaben zu Ereignissen in Bezug auf Partnerschaft, Kinder, Wohnen sowie Bildung und Erwerbstätigkeit (Event History Calendar). Das Befragungsprogramm für die Partner, Eltern und Kinder orientiert sich an der Haupterhebung, unterscheidet sich jedoch in Umfang und Inhalt. Die vollständige Auflistung aller Items inklusive Hinweisen auf Änderungen zwischen den Wellen kann den Variablenlisten entnommen werden. Diese Übersicht und die vollständigen Fragebögen sind abrufbar auf der pairfam Homepage unter Dokumentation. Themen: 1.) Entwicklung und Gestaltung von Partnerschaften: Erwartungen an Partnerschaften (positiv, negativ); Partnerschaftsbiografie ab dem 14. Lebensjahr (Geschlecht und Alter der Partner, monatsgenaue Beziehungs-, Kohabitations- und Eheepisoden); Kennenlernen (aktueller Partner); Institutionalisierung der Partnerschaft (Intentionen, Ambivalenz, Fortschritte); Sexualität (erste Male, sexuelle Orientierung, Häufigkeit Geschlechtsverkehr, sexuelle Kompetenz und Kommunikation, Zufriedenheit mit Sexualleben); gemeinsame Aktivitäten mit Partner (Freizeit); Kohabitation (Wohnsituation, Wohnortentfernung); Arbeitsteilung im Haushalt (verschiedene Tätigkeiten, Fairness); gemeinsame Finanzen (Kontoführung, Ausgaben); Partnerschaftsqualität (dyadisches Coping, NRI, MITA, Kompetenzgefühle, Zukunftsorientierung, Opferbereitschaft, Reziprozitätsorientierung, beziehungswidrige Ereignisse, feindselige Attributionen, Konfliktbereiche, Konfliktstile, Konflikttoleranz, Konfliktverhalten, Beziehungszufriedenheit, subjektive Partnerschaftsinstabilität); Single-Modul (Zufriedenheit als Single, Partnerinteresse, Partnerwunsch, Merkmale des Partnermarkts, subjektive Chancen, Exploration in Breite und Tiefe); Trennungsmodul (Ablauf der Trennung, beziehungswidrige Ereignisse, Auswirkungen der Trennung auf Kinder, spezifische Emotionen heute, Umgang mit Trennung, Sorgerechts- und Unterhaltsregelung). 2.) Familiengründung und Familienerweiterung: Erwartungen an Kinder (Value of Children); Schwangerschaft (Bestehen einer Schwangerschaft, Zeugungsversuche, Fruchtbarkeit, Repromaßnahmen, Abbruch/Fehlgeburt, hypothetische Unterstützung durch soziales Umfeld); Empfängnisverhütung (Anwendung, Methode, Konsequenz der Verhütung); Einflüsse des sozialen Umfelds auf Familienplanung (durch Freunde und Eltern); Familienplanung (Kinderwunsch, realistische Kinderzahl, Fertilitätsabsichten, Timing von Elternschaft, Übereinstimmung mit Partner, Einschränkungsbereitschaft, Auswirkungen von Elternschaft, Entscheidungsfindung, Gründe gegen Kinder); Voraussetzungen für Kinder (Soll- und Ist-Bewertung); gesellschaftliche Rahmenbedingungen (Bewertungen, familienpolitische Änderungen). 3.) Intergenerationale Beziehungen (IGB): Erwartungen an Beziehung zu Eltern; familiale Normen; partnerschafts- und familienbezogene Werte; Qualität der Eltern-Kind-Beziehung (NRI); IGB-Dimensionen (Kontakthäufigkeit, emotionale Nähe, Wohnentfernung); gegenseitige Unterstützungsleistungen (emotional, materiell, instrumentell); Pflegebedürftigkeit der Eltern (Hilfeleistung); gemeinsame Freizeit Eltern-Kinder (verschiedene Aktivitäten); Alter bei Auszug aus dem Elternhaus. 4.) Erziehung und kindliche Entwicklung: Erziehungsziele; Erziehungsstile; Elternrolle (Kompetenz, Autonomie, Überfürsorge, soziale Unterstützung, Opferbereitschaft, negative Attributionen); Coparenting (Probleme, Problemlösung, Unterstützung); eigene Erziehung durch Eltern (negative Kommunikation, MITA); Einschätzung der eigenen Kindheit; Betreuungssituation der Kinder (verantwortliche Personen, Zufriedenheit); Persönlichkeit der Kinder (SDQ); Gesundheit der Kinder (spezifisch, allgemein); Neugeborenen-/Kleinkinder-Modul (Entbindung, U-Untersuchungen, Stillverhalten, Temperament des Kindes, Nachtschlaf, Schreiverhalten, Belastungssituation). Andere Lebensbereiche: Persönlichkeitsmerkmale („Big Five“); Befindlichkeit (Einsamkeit, Selbstwertgefühl, Depressivität etc.); Gesundheit (allgemeiner Zustand, Erwerbsminderung, Nachtschlaf, Größe, Gewicht); Wichtigkeit von Lebensbereichen (Beruf, Familie etc.); allgemeine Lebenszufriedenheit und Zufriedenheit mit Schule/Beruf, Freizeitgestaltung, Freunden, Familie, finanzieller Situation; Netzwerkeinbindung (Anzahl der Freunde, Netzwerkgenerator); Freizeitgestaltung (verschiedene Aktivitäten); Religiosität (Glaubensgemeinschaft, Kirchgangshäufigkeit); Work-Life-Balance, kritische Lebensereignisse im sozialen Umfeld. Demographie: Geschlecht; Alter; Geburtsdatum; Familienstand; Geburtsland und Nationalität; Geschwister; Verwandte; Bildung (Schullaufbahn, Abschluss); Erwerbsbiographie (berufliche Tätigkeiten, Stellung); Erwerbssituation (Arbeitszeitregelung, Befristung, Mehrfachtätigkeiten, Bedingungen am Arbeitsplatz, Pendeln, Elternzeit bzw. Wehr- oder Ersatzdienst); Einkommen (eigener Brutto- und Nettomonatsverdienst, Haushaltsnettoeinkommen, Bezug staatlicher Transferzahlungen, Unterhalt, Vermögenseinkommen, Bewertung der finanziellen Situation); Wohnbiographie ab dem 18. Lebensjahr (erster Auszug aus Elternhaus, Wohnorte in Bundesland und Land, Erst- und Zweitwohnsitz, Umzüge, Art des Haushalts, Besitzverhältnisse (Wohnstatus), Wohnfläche, Zimmerzahl, Wohnkosten, Anzahl der Übernachtungen); Haushaltszusammensetzung (Anzahl weiterer Personen im Haushalt, Geschlecht, Alter, Beziehung); Angaben zum aktuellen Partner (Geburtsdatum, Geburtsland und Nationalität, Bildung, Tätigkeit, berufliche Stellung, Kinder aus früheren Beziehungen, Wohnort); Angaben zu Kindern (Anzahl, Geschlecht, Geburtsdatum, Kindschaftsverhältnis/Status, Zusammenleben, Kontakt, zweites Elternteil, Gesundheitszustand, Betreuung); Angaben zu leiblichen Eltern und Stiefeltern (Geburtsdatum, Lebensstatus, ggf. Sterbedatum, Geburtsland und Nationalität, höchster Schul- und Ausbildungsabschluss, Familienstand, Partnerschaftsstatus, Kohabitation, neue Partnerschaften). Beginnend mit Welle 7 wurde die Step-up-Kohorte nach ihrer Social Media-Nutzung (Aktivitäten mit Social Media, Häufigkeit der Internet-Nutzung, Gründe für die Internet-Nutzung, negative Online-Erfahrungen, Gefühle gegenüber anderen nach Online-Kontakt, Internet-Abhängigkeit, Angst etwas zu verpassen, Gruppennormen) und nach ihrem Risikoverhalten (und Delinquenz) befragt. Die Eltern der Ankerpersonen wurden nur bis Welle 8 befragt. Aufgrund der deutlich geringeren Rücklaufquoten in der Elternbefragung wurde diese als einmalige Großelternbefragung für Welle 8 neu gestaltet. Kinder der Ankerpersonen, die an der Kinderbefragung teilnehmen, werden nach ihrem 16. Geburtstag als neue Ankerpersonen (Step-ups) in das Panel aufgenommen. Ab Welle 8 wurden alle Befragten unter 18 Jahren zu folgenden Themen befragt: emotionale Symptome (Emotionen); Verhaltensprobleme; prosoziales Verhalten; Hyperaktivität; Peer-Probleme. Beginnend mit Welle 9 wurde ein neues PAPI-Instrument zu Parenting Adolescents and Young Adults (PAYA) eingeführt, mit dem Anker und ihre Partner hinsichtlich ihrer Beziehung zu jugendlichen und jungen erwachsenen Nachkommen befragt wurden. Bis zur Welle 9 war die Bewertung von Eltern-Kind-Beziehungen und Erziehung auf Kinder bis 15 Jahre beschränkt. Darüber hinaus enthält PAYA neue Indikatoren zur Unterstützung der elterlichen Autonomie und Helikoptererziehung, um dieses kürzlich diskutierte Thema anzugehen. In diesem Instrument werden die Qualität der Eltern-Kind-Beziehungen gemessen (Ergänzung der bereits bestehenden Kinder-Eltern-Perspektive aus dem Kinder-Interview) und Fragen zur Erziehung heranwachsender Kinder (z.B. Helikopter-Elternschaft).

Integrity signals

Registry

DataCite · 10.4232/pairfam.5678.10.0.0

Cites

Statistics

Recomputing p-values needs the paper’s full text.

Claims the paper makes

We couldn’t retrieve this paper’s full text, so its claims and self-check weren’t run. The registry and citation checks still apply.

Claims other papers make about this one

Each is checked against this paper’s own text: does it say what the citing paper says it does?

Cited by

Sorted by citations

Authors
Brüderl, J., Drobnič, S., Hank, K., Nauck, B., Neyer, F. J., Walper, S., Alt, P., Bozoyan, C., Buhr, P., Finn, C., Garrett, M., Greischel, H., Gröpler, N., Hajek, K., Herzig, M., Huyer-May, B., Lenke, R., Minkus, L., Müller, B., Peter, T., Schmiedeberg, C., Schütze, P., Schumann, N., Thönnissen, C., Wetzel, M., & Wilhelm, B.
Affiliations
  • Ludwig-Maximilians-Universität München (DE)
  • University of Bremen (DE)
  • University of Cologne (DE)
  • Chemnitz University of Technology (DE)
  • Friedrich Schiller University Jena (DE)
Venue
GESIS Data Archive
Publisher
GESIS Data Archive
Published
2019
OpenAlex
W6929126078
Cited by
18
References
0
Citations by year
2026: 1 · 2024: 3 · 2023: 1 · 2022: 4 · 2021: 6 · 2020: 3
Type
dataset
Language
de
Open access
Locations
GESIS Data Archive
Topics
  • Social Sciences › Demography › Family Dynamics and Relationships
  • Social Sciences › Sociology and Political Science › Intergenerational Family Dynamics and Caregiving
  • Social Sciences › Psychology › Social Psychology › Attachment and Relationship Dynamics
Keywords
pairfam, partnership development, family formation, intergenerational relations, family structure, gender roles, gender roles in the workplace, gender roles in the family, gender roles in leisure

About these checks

Registry, retraction, Cites and statistics results are computed, not judged, with one exception: a printed reference that no index lists is read once by a model before it counts as a citation error. Claims are extracted by a model and kept only when their quote appears verbatim in the text; each cited source is then checked, with a model’s help, for whether it says what the claim relies on. Those verdicts can be wrong — read the claim’s quote and the cited source before relying on one.

Statistics and arithmetic are recomputed, not judged.

Confidence bands are shown only for fields calibrated on our annotated test set. None is calibrated yet, so no band is shown.

What counts as a claim ›How we measure confidence ›How we check this ›

Are you an author, or do you see a problem with this page? Request a review